Opel GT Concept

Leichter Flitzer von Opel des traditionellen Autobauers

Kategorien: Opel Sportwagen

Opel hat eine bewegte Geschichte hinter sich - und vermutlich auch noch vor sich. Das war auch schon im Jahr 2016 so, als mit dem Opel GT Concept im Rahmen des Autosalons in Genf ein neuer Sportwagen aus Rüsselsheim vorgestellt worden ist, der an die Vergangenheit der Marke Opel und den ursprünglichen GT erinnern sollte. Das Concept-Car stand als gewitztes Coupé auf dem Messeboden und hat bis heute einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Da lohnt es sich doch, nochmal einen genauen Blick auf das Concept zu werfen.
Opel GT Concept - Schalthebel© Opel Automobile GmbH

Motor mit Fragezeichen dahinter
Kraftstrotzende Boliden waren nicht das Angriffsziel der Konstrukteure des Opel GT Concept. Stattdessen war die Studie noch gänzlich ohne "echten" Motor unterwegs. Nur ein schwachbrüstiges Elektromotörchen sorgte für in wenig Mobilität. Geplant war eigentlich, den kleinen Hecktriebler mit deinem ordentlich abgestimmten Dreiliter-Benziner und knappen 150 PS auszustatten. Das hätte dem schnittigen Coupé mit seinen nicht mal 1.000 Kilogramm an Gewicht sicher die nötige Spritzigkeit verliehen.

215 km/h in der Spitze, acht Sekunden von 0 auf Tempo 100 und ein vertretbarer Verbrauch wären sicher für viele Puristen interessant gewesen. Nicht nur die eigene Hausstrecke vor der Tür macht mit so einem Gefährt viel Freude. Toyota und Subaru haben mit GT86 und BRZ in dieser Disziplin ebenfalls Mut bewiesen. Auch elektronische Komponenten wie ein Riemenstartgenerator oder ein Plug-in-Hybrid wären technisch vermutlich möglich gewesen. So kann man jedoch nur mutmaßen, welches Triebwerk am Ende unter der Haube seinen Dienst verrichtet hätte. Die Voraussetzungen für ein perfektes Handling wären gegeben gewesen.
Opel GT Concept - Schriftzug© Opel Automobile GmbH

Ikonisches Design schon bei der Studie
Das Opel GT Concept steht schlank, dynamisch und bewusst reduziert auf seinen großen Rädern. Knapp über vier Meter Länge und 960 Kilogramm sind schnittig und überschaubar. Der Verzicht auf Außenspiegel oder Türgriffe lässt die Formen noch fließender wirken. Die Seitenscheiben scheinen direkt in die Türen überzugehen. Das Coupé bietet ein knapp abgesetztes Heck und macht sich damit zu einer Art Sportback. Farblich in Orange abgesetzte Elemente zeigen sich an den Felgen, Reifen und an den Flanken des Autos.

Dazu gibt es einen Grill, der typisch für Opel ist und eine scharf gezeichnete Leuchtgrafik. Sehr luftig wirkt die lang gezogene Frontscheibe, die fließend in das Panoramaglasdach übergeht. Farblich kommen einige Unterschiede bei der Lackierung ins Spiel. Der Sportwagen erinnert mit seinen ausgestellten Kotflügeln und kurzen Überhängen in gekonnter Form an seinen Urahn: den früheren Opel GT. Bis heute gab es keinen wirklichen Nachfahren von Opel. Der 2009 eingestellte GT II war - zusammen mit dem Speedster - der Letzte seiner Art.
Opel GT Concept - Cockpit© Opel Automobile GmbH

Innen ebenso minimalistisch
Das Concept-Car hat sich im Innenraum bei seiner Vorstellung minimalistisch gezeigt. Feststehende Einzelsitze in Kombination mit verstellbarem Lenkrad und Pedalerie sind eine erfrischende Abwechslung. Dazu kommt eine schlichte aber tadellose Bespannung mit Materialien erster Güteklasse. Was auf den ersten Blick nach knappen Platzverhältnissen aussieht, bietet auch großgewachsenen Passagieren den nötigen Raum. Dank der Auslegung als Zweisitzer fällt der Einstieg beim tiefen Sportwagen vergleichsweise leicht aus. Die Instrumententafel ist tief ausgeschnitten und hat alle wichtigen Parameter in Sichtweite. Auch der Rest vom Armaturenbrett ist gut ausgeformt und erinnert an eine Skulptur. Durch die geschickte Verteilung von LEDs im Innenraum entsteht eine faszinierende Atmosphäre im Concept von Opel.
Opel GT Concept - Heckansicht© Opel Automobile GmbH

Der Serie verwehrt geblieben
Das Opel GT Concept war nicht das einzige Projekt, das im Zeitraum seiner Vorstellung für Furore gesorgt hat, aber später den weiteren Wegen des traditionellen Autobauers nicht mitgehen konnte. Das ist schade, denn bis heute fehlt Opel ein kleiner und potenter Sportwagen mit dem gewissen Spaßfaktor. In Kombination mit einem guten Motorenkonzept und mit einem attraktiven Preisschild versehen, könnte eine Serienversion dem zuletzt etwas glanzlos gewordenen Markenimage von Opel einen echten Boost verpassen. Es bleibt abzuwarten, ob ein Fahrzeug mit Anleihen am GT nochmal den Weg vom Reißbrett auf den Asphalt schafft.

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Modelle / technische Daten*

* Alle Angaben stammen vom Hersteller des Fahrzeuges und sind unverbindlich. Für detaillierte oder aktualisierte Informationen besuchen Sie bitte das Angebot des Herstellers.

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